Was ist der Härtegrad? Wie wird er bestimmt? Gibt es den richtigen Härtegrad überhaupt?
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was ist ein Härtegrad?
Um es vorweg zu nehmen, so etwas wie eine Norm für Härtegrade oder für die Bestimmung von Matratzenhärten gibt es nicht. Es haben sich jedoch einige allgemeinere Ansätze durchgesetzt: Matratzen werden meist in Härten im Bereich von H1 bis H4 oder H5 eingeteilt, wobei eine höhere Zahl für eine festere Matratze steht. Es hat sich auch die Meinung durchgesetzt, dass schwerere Personen festere Matratzen benötigen. Doch stimmt das so? In weiterer Folge stellen wir Ihnen mehrere Systeme zur Findung der Matratzenhärtegrades vor.
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Matratze nach Körpergewicht
Die einfachste Methode, die richtige Matratze zu finden, besteht darin, auf einer Skala, die das Körpergewicht als Referenz hat, den entsprechenden Härtegrad abzulesen. Der Vorteil liegt auf der Hand: es ist extrem einfach, den Härtegrad zu bestimmen. Der Nachteil ist jedoch, dass Faktoren wie die Verteilung des Körpergewichtes, die Körpergröße, die Schlafposition und die persönlichen Vorlieben komplett außer Acht gelassen werden. Dieses System sollte demnach nur zur allergröbsten Orientierung verwendet werden.
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Matratze nach BMI
Weil das Körpergewicht für sich alleine kaum Aussagekraft hat, kann man die Körpergröße miteinbeziehen. Eine bekannte Messgröße dafür ist der Body-Mass-Index. Aber auch diese hat ihre Einschränkungen: so sagt der BMI nichts über die Verteilung des Körpergewichts aus und berücksichtigt auch keine individuellen Schlaffaktoren wie Schlafposition oder Vorlieben.
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Matratze nach Körperbau (z.B. HEIA-Modell)
Die mittlerweile anerkannteste Methode ist die Bestimmung der Matratzenhärte anhand der Körperform. Eine Ausprägung davon ist die Einteilung der Körpertypen in das HEIA-Modell. Es wird differenziert, wie der individuelle Körperbau beschaffen ist und auf welche Körperpartien entsprechend Rücksicht genommen werden muss. Es ist der komplexeste Ansatz, hat aber auch seine Limitierungen: speziell bei den Schlafpositionen oder individuellen Vorlieben beim Härtegrad gibt es noch einigen Spielraum.
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Matratze nach Liege- oder Körpermessung
Einen sehr wissenschaftlichen Ansatz zur Fingung des optimalen Härtegrades bieten computergestütze Messverfahren. Diese vermessen den Körper auf mit Sensoren ausgestatteten Matratzen oder ermitteln Schulter-, Taillen- und Hüftbreiten und verhelfen so zu einer sachlichen Matratzenwahl. Auch bestimmte Liegeverhalten können dabei berücksichtigt werden.
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Matratzenwahl durch Fachberatung
Es gibt viele Faktoren, welche die individuelle Eignung der Matratze beschreiben. Oft ist es eine Kombination aus mehreren Parametern, die darüber entscheidet, ob eine Matratze die richtige Härte hat oder nicht. Erfahrenes und geschultes Personal, das sich viel Zeit nimmt, weiß genau, worauf es beim Matratzenkauf ankommt. Im Gespräch und mit einer guten Portion Probeliegen und eventuell computergestützen Körpermessungen kommt man leichter zu einer geeigneten Matratze als mit schwer zu interpretierenden und mangelhaften Tabellen oder Skizzen.